Frischen Kaffee länger genießen
5 Tipps zur richtigen Aufbewahrung von Kaffee
Frisch gerösteter Kaffee zeichnet sich durch eine Vielzahl flüchtiger Aromaverbindungen aus, die wesentlich zu seinem Duft und Geschmack beitragen.
Nach dem Öffnen der Verpackung beginnt sich dieses Aromaprofil nach und nach zu verändern. Vor allem der Kontakt mit Sauerstoff, aber auch Wärme, Feuchtigkeit und ungünstige Lagerbedingungen können dazu beitragen, dass Kaffee schneller an Frische und Aroma verliert.
Mit zunehmender Lagerdauer können sich die sensorischen Eigenschaften verändern: Der Kaffee kann an Duft und Aromaintensität verlieren und zunehmend flach oder abgestanden wirken.
Die richtige Aufbewahrung hilft dabei, die charakteristischen Aromen eines frisch gerösteten Kaffees möglichst lange zu bewahren.
Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie zu Hause viel dazu beitragen, Ihren Kaffee vor unnötigen äußeren Einflüssen zu schützen.
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen fünf praktische Tipps, wie Sie Ihren Kaffee richtig lagern und sein Aroma möglichst lange erhalten können.
Frischen Kaffee, länger genießen:
5 Tipps zur richtigen Aufbewahrung von Kaffee
Tipp 1: Beim Kaffeekauf auf das Röstdatum achten
Das Röstdatum kann eine hilfreiche Orientierung dafür sein, wie lange die Röstung eines Kaffees zurückliegt.
Nach dem Rösten beginnt sich Kaffee kontinuierlich zu verändern. Die Bohnen geben zunächst Kohlendioxid ab, während sich gleichzeitig das Aromaprofil im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Deshalb bedeutet „möglichst frisch geröstet“ nicht automatisch, dass Kaffee unmittelbar nach dem Rösten seinen besten geschmacklichen Eindruck zeigt.
Mit zunehmender Lagerdauer können jedoch flüchtige Aromaverbindungen verloren gehen und oxidative Veränderungen auftreten. Wie schnell dies geschieht, hängt unter anderem von Verpackung, Sauerstoffkontakt, Temperatur, Feuchtigkeit und Lagerbedingungen ab.
Ein angegebenes Röstdatum gibt Ihnen deshalb zusätzliche Transparenz und hilft dabei, das Alter des Röstkaffees besser einzuschätzen.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum erfüllt dagegen einen anderen Zweck: Es gibt an, bis zu welchem Zeitpunkt der Hersteller bei sachgerechter Lagerung die spezifischen Eigenschaften des ungeöffneten Lebensmittels gewährleistet. Es sagt allein jedoch nur begrenzt aus, wann der Kaffee tatsächlich geröstet wurde.
Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf auf das Röstdatum und bewahren Sie den Kaffee nach dem Öffnen möglichst gut verschlossen und vor Wärme, Feuchtigkeit und unnötigem Sauerstoffkontakt geschützt auf.
Tipp 1: Kaffee nur mit Röstdatum kaufen
Um zu wissen, wo und wie Sie Ihren Kaffee nach dem Kauf lagern sollten, ist es wichtig, das genaue Röstdatum zu kennen. Kaffee beginnt nach dem Rösten zu altern und erreicht nach einer gewissen Zeit seinen optimalen Reifegrad. Die Haltbarkeit von Kaffee hängt in erster Linie von seiner Frische ab – je kürzer das Röstdatum zurückliegt, desto frischer ist der Kaffee. Das Röstdatum ist also ein guter Indikator dafür, wie frisch der Kaffee wirklich ist. Falls dies auf der Packung nicht angegeben ist, können Sie davon ausgehen, dass der Kaffee nicht mehr ganz frisch ist und das Mindesthaltbarkeitsdatum vermutlich recht lang angesetzt wurde.
Tipp 2: Kaffeebohnen sind haltbarer als gemahlener Kaffee
Ganze Bohnen möglichst erst kurz vor der Zubereitung mahlen
Wer die Wahl zwischen ganzen Bohnen und bereits gemahlenem Kaffee hat, kann mit ganzen Bohnen die sensorische Frische in der Regel länger bewahren.
Der Grund liegt vor allem in der Oberfläche: Beim Mahlen wird die Kaffeebohne in viele kleine Partikel zerteilt. Dadurch wird die Fläche, die mit Sauerstoff in Kontakt kommen kann, erheblich vergrößert. Flüchtige Aromaverbindungen können schneller verloren gehen und oxidative Veränderungen werden begünstigt.
Ganze Bohnen sind gegenüber diesen Einflüssen besser geschützt und verändern sich bei geeigneter Lagerung langsamer als bereits gemahlener Kaffee.
Deshalb empfehlen wir, den Kaffee möglichst erst unmittelbar vor der Zubereitung zu mahlen und nur die Menge zu verwenden, die gerade benötigt wird.
Bei Kaffeevollautomaten und Mühlen mit Bohnenbehälter ist es ebenfalls sinnvoll, nicht unnötig große Mengen über längere Zeit offen im Behälter aufzubewahren. Füllen Sie besser regelmäßig kleinere Mengen nach und lagern Sie den übrigen Kaffee gut verschlossen in seiner geeigneten Verpackung.
Wie lange Kaffee sein gewünschtes Aromaprofil behält, lässt sich nicht auf eine bestimmte Anzahl von Tagen oder Wochen festlegen. Verpackung, Sauerstoffkontakt, Temperatur, Feuchtigkeit und die jeweilige Röstung beeinflussen die sensorische Entwicklung.
Unser Tipp: Ganze Bohnen gut verschlossen aufbewahren und den Kaffee möglichst frisch vor jeder Zubereitung mahlen. So lässt sich sein charakteristisches Aromaprofil möglichst lange erhalten.
Tipp 2: Kaffeebohnen sind haltbarer als gemahlener Kaffee
Sie stehen vor der Entscheidung, ob Sie Kaffee lieber als Pulver oder als ganze Bohnen kaufen sollen? Wählen Sie die ganzen Bohnen. Frisch gemahlener Kaffee direkt vor der Zubereitung bietet das beste Geschmackserlebnis, da sich die Aromen so optimal entfalten können. Auch haben ganze Bohnen einen großen Vorteil bei der Lagerung: Sie bleiben länger frisch als gemahlener Kaffee. Der Grund dafür liegt in der größeren Angriffsfläche, die Kaffeepulver dem Sauerstoff bietet, wodurch es schneller oxidiert und an Aroma verliert. Während gemahlener Kaffee bereits nach zwei bis vier Wochen an Geschmack einbüßt, behalten ganze Bohnen ihr volles Aroma bis zu acht Wochen. Daher empfehlen wir, Ihren Kaffee frisch zu mahlen und nur so viel in Ihre Mühle oder Maschine zu füllen, wie Sie innerhalb der nächsten Stunden benötigen. Verbrauchen Sie Bohnen innerhalb von vier bis acht Wochen und gemahlenen Kaffee innerhalb von vier Wochen. So genießen Sie stets vollen Kaffeegeschmack.
Tipp 3: Kaffeebohnen am richtigen Ort aufbewahren
Kaffee reagiert empfindlich auf Sauerstoff, Wärme, Licht und Feuchtigkeit . Diese Einflüsse können dazu beitragen, dass sich sein Aromaprofil schneller verändert und flüchtige Aromaverbindungen verloren gehen.
Bewahren Sie Ihren Kaffee deshalb möglichst gut verschlossen, trocken, dunkel und bei gleichmäßiger Raumtemperatur auf.
Gut geeignet ist beispielsweise ein geschlossener Küchenschrank oder Vorratsschrank, der nicht unmittelbar neben Herd, Backofen, Heizung oder anderen Wärmequellen liegt.
Auch direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.
Idealerweise verbleibt der Kaffee in seiner dafür vorgesehenen Aromaschutzverpackung und wird nach jeder Entnahme wieder sorgfältig verschlossen. Alternativ eignet sich ein sauberer, geruchsneutraler und gut schließender Vorratsbehälter.
Kaffee sollte außerdem nicht unmittelbar neben stark riechenden Lebensmitteln oder anderen intensiv duftenden Produkten aufbewahrt werden. Kaffeebohnen können Fremdgerüche aus ihrer Umgebung aufnehmen, die das eigene Aromaprofil beeinträchtigen können.
Unser Tipp: Lagern Sie Ihren Kaffee dunkel, trocken, gut verschlossen und möglichst geschützt vor Hitze und starken Fremdgerüchen. So lässt sich sein charakteristisches Aroma möglichst lange bewahren.
Tipp 3: Kaffeebohnen am richtigen Ort aufbewahren
Auch Kaffee hat seine natürlichen Feinde: Luft, Wärme, Licht und Feuchtigkeit. Um die Frische Ihres Kaffees zu erhalten, sollten Sie ihn in einer luftdichten, nicht durchsichtigen Dose aufbewahren. Ideal ist ein kühler, trockener und dunkler Ort wie ein geschlossener Küchenschrank oder ein Vorratsraum bei Raumtemperatur (16-22°C). Vermeiden Sie es, den Kaffee in der Nähe von stark riechenden Dingen wie Putzmitteln, Kosmetika oder Gewürzen zu lagern, da Kaffee leicht Aromen und Geschmäcker aus seiner Umgebung aufnimmt. Vermeiden Sie es, den Kaffee in der Nähe von stark riechenden Dingen wie Putzmitteln, Kosmetika oder Gewürzen zu lagern, da Kaffee leicht Aromen und Geschmäcker aus seiner Umgebung aufnimmt.
Tipp 4: Auf eine Verpackung mit Aromaventil achten
Frisch gerösteter Kaffee gibt auch nach dem Rösten noch über einen längeren Zeitraum Kohlendioxid (CO₂) ab. Dieser natürliche Entgasungsprozess setzt sich auch nach dem Verpacken fort.
Eine Kaffeeverpackung mit Einweg-Aromaventil ermöglicht es, dass entstehendes Kohlendioxid aus dem geschlossenen Beutel entweichen kann, ohne dass dafür die Verpackung geöffnet werden muss.
Das Ventil ist so konstruiert, dass es sich bei entsprechendem Druck im Inneren des Beutels öffnet und anschließend wieder schließt. Dadurch wird der Gasaustausch mit der Umgebung möglichst gering gehalten.
Für den Schutz des Kaffees ist jedoch nicht das Ventil allein entscheidend. Auch die Eigenschaften des Verpackungsmaterials und ein sorgfältiger Verschluss tragen dazu bei, den Kaffee vor Sauerstoff, Feuchtigkeit und anderen äußeren Einflüssen zu schützen.
Bei DREIBURGEN geben wir unserem frisch gerösteten Kaffee zunächst bis zu 36 Stunden Zeit zum Ruhen. Anschließend füllen wir sie in unseren dafür vorgesehenen Aromaschutzbeutel ab. Die natürliche Entgasung des Kaffees setzt sich auch danach weiter fort.
Unser Tipp: Lassen Sie den Kaffee bis zur Verwendung möglichst in seiner ungeöffneten Aromaschutzverpackung. Nach dem Öffnen sollte der Beutel wieder sorgfältig verschlossen und trocken, dunkel sowie vor Wärme geschützt aufbewahrt werden.
Tipp 4: Monatelange Frische mit Ventilverpackung
Die Verpackung Ihres Kaffees sollte ein Aromaventil haben. Dieses Ventil ermöglicht es, dass das Kohlendioxid (CO2), das der Kaffee in den ersten Tagen nach der Röstung abgibt, entweichen kann, ohne dass Luft von außen eindringt. Dadurch kann der Kaffee einige Tage nach der Röstung ausgasen, bevor er bei Ihnen ankommt. Im Gegensatz zur Vakuumverpackung, die einen Unterdruck erzeugt, herrscht in der Ventilverpackung ein Überdruck. Dieser Überdruck entweicht kontinuierlich durch das kleine Ventil im Beutel, während gleichzeitig kein Sauerstoff von außen eindringen kann. Auf diese Weise bleiben Aroma und Geschmack Ihres frischen Kaffees über mehrere Monate erhalten.
Tipp 5: Kaffee besser nicht im Kühlschrank aufbewahren
Ein kühlerer und dunklerer Lagerort ist für Kaffee grundsätzlich sinnvoll – der Kühlschrank ist dafür jedoch meist nicht die beste Wahl.
Beim wiederholten Herausnehmen und Zurückstellen können Temperaturschwankungen entstehen. Dadurch kann sich Feuchtigkeit bzw. Kondenswasser an oder in der Verpackung bilden. Feuchtigkeit kann die sensorische Qualität des Kaffees beeinträchtigen.
Hinzu kommt, dass Kaffee Fremdgerüche aus seiner Umgebung aufnehmen kann. Stark riechende Lebensmittel wie Käse, Zwiebeln oder andere aromatische Produkte sind daher keine idealen Nachbarn für Kaffeebohnen.
Für Kaffee, den Sie innerhalb absehbarer Zeit verbrauchen möchten, empfehlen wir daher eine Lagerung gut verschlossen, trocken, dunkel und bei möglichst gleichmäßiger Raumtemperatur .
Und wenn Kaffee länger gelagert werden soll?
Für eine längere Aufbewahrung kann das Einfrieren von Kaffeebohnen eine Möglichkeit sein.
Dabei sollten einige Punkte beachtet werden:
- Teilen Sie den Kaffee möglichst vor dem Einfrieren in kleineren Portionen auf.
- Verwenden Sie gut verschlossene und möglichst luftarme bzw. Geeignete kühlbeständige Verpackungen.
- Entnehmen Sie jeweils nur die benötigte Portion.
- Lassen Sie die Bohnen nach dem Herausnehmen zunächst in der geschlossenen Verpackung auf Raumtemperatur kommen , bevor Sie diese öffnen. So lässt sich das Risiko von Kondenswasser auf den kalten Bohnen reduzieren.
- Bereits vollständig aufgetaute Portionen sollten möglichst nicht mehrfach eingefroren und wieder aufgetaut werden.
Für den normalen täglichen Kaffeegenuss ist es jedoch meist einfacher, die Einkaufsmenge so zu planen, dass der Kaffee eines überschaubaren Zeitraums verbraucht wird.
Unser Tipp: Für den täglichen Gebrauch Kaffee nicht im Kühlschrank lagern, sondern trocken, dunkel und gut verschlossen aufbewahren. Einfrieren eignet sich eher als Möglichkeit für eine längerfristige Lagerung größerer Vorräte.
Tipp 5: Kaffee im Kühlschrank zieht Feuchtigkeit und Gerüche an
Kaffee an einem kühlen und dunklen Ort aufzubewahren, bedeutet nicht unbedingt, dass der Kühlschrank die beste Wahl ist. Dort kann sich Kondenswasser bilden, was die Feuchtigkeit erhöht und den Kaffee schneller verderben lässt. Zudem zieht Kaffee leicht fremde Gerüche an – und wer möchte schon einen Kaffee, der nach Zwiebeln, Käse oder Wurst riecht? Die Kühltruhe ist besser für die Langzeitaufbewahrung von Kaffeebohnen geeignet. Das Einfrieren stoppt die Oxidation und bewahrt die Aromen. Nutzen Sie ein luftdichtes Behältnis und frieren Sie nur kleine Mengen ein. Am Tag vor dem Gebrauch nehmen Sie die benötigte Menge heraus und lassen sie im geschlossenen Zustand auftauen, um Kondensation zu vermeiden. Vermeiden Sie es, bereits aufgetaute Bohnen erneut einzufrieren. Es ist oft einfacher, Ihren Kaffeebedarf so zu planen, dass Sie nur so viel kaufen, wie Sie in naher Zukunft verbrauchen werden.